Toleranz und Vielfalt

Seminarangebot

Ein Überblick über mein Seminarangebot

Diese Seite gibt einen Überblick über mein Seminarprogramm. Sie finden eine kurze Beschreibung von Seminaren, die ich in den vergangenen Jahren durchgeführt habe.

Das politische System der Bundesrepublik Deutschland

Das Seminar Das politische System der Bundesrepublik Deutschland gehört sowohl zum Pflichbestandteil des gleichnamigen Basismoduls im Bachelorstudiengang Politikwissenschaft als auch zum Basimodul Demokratie und Gesellschaft in Deutschland des Bachelorstudiengangs Sozialkunde. Die Lehrveranstaltung führt in das politische System der Bundesrepublik Deutschland ein und vermittelt unter Berücksichtigung neuerer Fragestellungen und Forschungsergebnisse einen Überblick über verfassungsrechtliche, gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen des politischen Systems sowie über staatliche (Parlament, Regierung, Bundesrat und Föderalismus, Bundespräsident und Bundesverfassungsgericht) und intermediäre Institutionen (Parteien, Verbände) sowie politische Prozesse (Wahlverhalten, Entwicklung des Parteiensystems) in der Bundesrepublik Deutschland.

Der Deutsche Bundestag

Das Seminar vermittelt einen umfassenden Überblick über den Deutschen Bundestag im politischen System der Bundesrepublik Deutschland. Der Gegenstand wird in vier Schritten aufgearbeitet. Zunächst wird der Weg ins Parlament, die rechtliche Stellung und das Rollenverständnis der Abgeordneten thematisiert. Der zweite Block analysiert die Organisation und Arbeitsweise, die Struktur und Willensbildung der Fraktionen sowie die Funktionen des Deutschen Bundestages. Im dritten Teil des Seminars wird sodann das Verhältnis der Bürger zum Deutschen Bundestag thematisiert. Der abschließende vierte Teil arbeitet die von Abgeordneten, Bürgern und Wissenschaftlern geäußerte Kritik am Deutschen Bundestag kritisch auf und fragt, ob und inwiefern der Deutsche Bundestag diese aufgegriffen und in Reformen umzusetzen in der Lage war bzw. ist.                                                           

Moderne Wahlkampfführung

Die Übung thematisiert die Wahlkampfführung der Parteien in der Bundesrepublik Deutschland. Sie zeichnet die Struktur und den Wandel der Wahlkämpfe im 20. Jahrhundert nach und arbeitet sodann in einem theoretisch-konzeptionellen Teil die Forschungsergebnisse der relevanten Teildisziplinen der Politikwissenschaft, Publizistik und Wirtschaftswissenschaften (Empirische Wahlforschung, Politische Kommunikationsforschung, Wahlkampfforschung, Marketing) im Hinblick auf die Durchführung von Wahlkämpfen heraus. Auf dieser Grundlage beschäftigt sich die Übung schließlich mit ausgewählten Managmentfeldern und Instrumenten der modernen Wahlkampfführung. Angesprochen werden u.a. das Wahlkampf- und Issue-Management sowie die Konzeption und Wirkung politischer Plakate und politischer Werbespots. Darüber hinaus wird die Wirkung von TV-Duellen und der Einsatz des Internets besprochen. Alle Teilnehmer werden auf miteinander konkurrierende Wahlkampfteams aufgeteilt. Aufgabe der Wahlkmapfteams ist es, einen Wahlkampf zu managen.      

Parteiendemokratie in der Bundesrepublik Deutschland                                                     

Das Seminar liefert eine Bestandsaufnahme der Parteiendemokratie in der Bundesrepublik Deutschland. Es beschäftigt sich mit der verfassungsrechtlichen Stellung und der Organisationswirklichkeit der politischen Parteien im politischen System der Bundesrepublik Deutschland. Vor dem Hintergrund der Diskussion über Parteienstaat und Parteiendemokratie wird zunächst die verfassungsrechtliche Stellung der politischen Parteien im politischen System der Bundesrepublik diskutiert. Scherpunkte werden in diesem Kontext die Finanzierung der politischen Parteien, die innerparteiliche Demokratie und das Parteiverbot darstellen. Aus der Systemperspektive wird zudem nach den Funktionen der politischen Parteien in liberalen Demokratien gefragt. In einem zweiten Schritt werden zentrale Fragestellungen der politischen Soziologie der Parteien aufgegriffen. Dabei untersucht das Seminar unter anderem den Niedergang der Mitgliederparteien, analysiert die Struktur und Vernetzung der politischen Führungsgruppen und fragt nach den politisch-ideologischen Distanzen zwischen den Parteien. Im dritten Schritt untersucht das Seminar schließlich die Beziehungen der Bürger zu den politischen Parteien. Es geht den Einstellungen zu den politischen Parteien nach, studiert die Krise der Parteien, arbeitet die Kritik an den Parteien auf und fragt nach den Reaktionen der Parteien auf diesselben.                                                           

Methodologische Probleme der empirischen Extremismusforschung

Das Seminar thematisiert die methodischen und methodologischen Probleme der empirischen Extremismusforschung unter besonderer Berücksichtigung von Studien zum Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland. Am Beispiel ausgewählter Studien werden wir im ersten Schritt die besonderen methodischen Probleme und Schwierigkeiten der Extremismusforschung identifizieren. Im zweiten Schritt werden wir sodann Überlegungen darüber anstellen, wie die Probleme vermieden und die Schwierigkeiten überwunden werden können. Behandelt werden unter anderem Probleme der Begriffs- und Theoriebildung, der Messung zentraler Konstrukte sowie der Datenerhebung, -auswertung, -darstellung und -interpretation.                                                           

Strukturn und Wandel des deutschen Parteiensystems

Das Seminar greift die Diskussion über den Wandel der Parteiensysteme auf und führt in die zentralen Konzepte und Theorien der Parteiensystemforschung am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland ein. Im ersten Schritt wird gefragt, wie man Parteiensysteme konzeptionalisieren kann und welche Dimensionen, Ebenen und Typen von Parteiensystemen unterschieden werden (Konzeptionalisierung von Parteiensystemen). Im zweiten Schritt werden die wichtigsten Theorien über die Entwicklung der Parteiensysteme kritisch rekonstruiert und aufeinander bezogen (Theorie). Im dritten Schritt wird schließlich die Struktur und Entwicklung des Parteiensystems der Bundesrepublik Deutschland im Lichte der zuvor rekonstruierten Theorien anhand geeigneter Daten nachgezeichnet (Empirie).                                                           

Politischer Liberalismus in der Bundesrepublik Deutschland

Ausgehend von alternativen Konzeptionen des politischen Liberalismus (Mises und Hayek, Dahrendorf, Rawl u.a.) fragt das Seminar nach der Verankerung dieser Leitideen in der Wirklichkeit der Bundesrepublik Deutschland. Folglich ist das Seminar in einen theoretischen und einen empirischen Teil gegliedert. Während im ersten Teil ausgewählte normative Theorien des politischen Liberalismus aufgearbeitet, systematisch verglichen und kritisch diskutiert werden, wird im zweiten Teil untersucht, ob, in welcher Form und in welchem Ausmaß zentrale Ideen dieser Konzeptionen in der Verfassungsordnung, den politischen Parteien und Interessenorganisationen sowie unter den Bürgerinnen und Bürgern der Bundesrepublik verankert sind.                                                           

Politikmanagement

Der Bedarf an grundlegenden Kenntnissen über das Politikmanagement insbesondere in der öffentlichen Verwaltung sowie den Parteien und Verbänden ist gewaltig angestiegen. Als Subdiziplin verschiedener Sozialwissenschaften wendet das Politikmanagement theoretische Kenntnisse über das Verhalten von Individuen, Gruppen und Organisationen auf die Steuerung politischer Strukturen und Prozesse an und vermittelt die dafür notwendigen Organisations-, Kommunikations- und Steuerungstechniken sowie Kompetenzen zur Problemanalyse und Problemlösung. Die Übung gibt einen Überblick über das Gebiet des Politikmanagements und vermittelt grundlegende theoretische Kenntnisse sowie ausgewählte Techniken zur Analyse und Steuerung politischen Handelns in politischen Organisationen.                                                            

 Wählerverhalten in der Bundesrepunlik Deutschland

Das Seminar Wählerverhalten in der Bundesrepublik ist Bestandteil eines Aufbaumoduls im Kernfach-Bachelor Politikwissenschaft. Es thematisiert die Struktur und Entwicklung des Wählerverhaltens in der Geschichte der Bundesrepublik von 1949 bis 2009. Die Lehrveranstalung gibt einen Überblick über die Struktur und Entwicklung der empirische Wahlforschung in der Bundesrepublik, rekonstruiert die wichtigsten Theorien des Wählerverhaltens, analysiert das Wählerverhalten in der Frühphase der Bundesrepublik, arbeitet die Hauptentwicklungslinien im Wählerverhalten von 1949 bis 2009 einschließlich der Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern heraus und fragt schließlich nach den kürzerfristigen Einflüssen auf die Wahlentscheidungen (Streitfragen, Kandidaten nund Medien). Im Rahmen des Seminars werden einige ausgewählte Forschungsarbeiten unter anderem hinsichtlich ihrer theoretisch-konzeptionellen Fundierung, Datengrundlage, Auswertungsstrategie, Darstellung und Interpretation der empirischen Befunde kritisch analysiert und diskutiert.

 Bündnis90/Die Grünen und FDP im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland

Das Seminar Bündnis 90/Die Grünen und FDP im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland führt am Beispiel der beiden genannten Parteien in die vergleichende Parteienforschung ein. Es vermittelt unter Berücksichtigung neuerer Fragestellungen, Methoden und Forschungsergebnisse einen Überblick über die Struktur und Entwicklung der beiden Parteien im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland. Das Seminar analysiert die Parteien als Organisation, studiert deren Verankerung im Elektorat und thematisiert schließlich die Parteien an der Regierung. Im Einzelnen thematisiert das Seminar die Gründung, Organisation, Programmatik und Führungsgruppen der Parteien, studiert es die Wahl der Parteien, die Einstellungen der Bürger zu ihnen sowie die Verpflechtungen zwischen den Parteien und den Interessenorganisationen. Im letzten Teil geht es exemplarisch einigen Problemen des Regierungshandeln der Freien Demokarten und der Grünen nach.

 Wissenschaftstheorie der Politikwissenschaft

Die Übung im Masterstudiengang Empirische Demokratieforschung führt in die Wissenschaftstheorie der Politikwissenschaft ein. Sie fragt, was die Politikwissenschaft zu einer Wissenschaft macht, und woran wir einen wissenschaftlichen Fortschritt zu erkennen vermögen, gibt einen Überblick über die wichtigsten wissenschaftstheoretischen Probleme, Begriffe, Fragestellungen und Richtungen, studiert die für die Disziplin typischen Begriffs- und Aussageformen und thematisiert die Beschreibung, Begründung, Erklärung und Prognose politischer Phänomene sowie die Struktur, Interpretation, Abgrenzung, Überprüfung, Anwendung und Leistung empirischer Theorien der Politikwissenschaft. Beispielhafte praktische Übungen zur Begriffsbildung, Struktur wissenschaftlicher Theorien und Erklärung relevanter Phänomene ergänzen die Lehrgespräche und Kurzpräsentationen.

Die NSDAP

Das Seminat führt am Beispiel der NSDAP in die moderne, historisch-sozialwissenschaftlich orientierte Parteienforschung ein. Es vermittelt unter Berücksichtigung neuerer Fragestellungen, Methoden und Forschungsergebnisse einen Überblick über die Struktur und Entwicklung der NSDAP. Es arbeitet die wichtigsten theoretischen und empirischen Studien zur NSDAP auf. Thematisiert werden unter anderem die Gründung und der Aufstieg der NSDAP, die Parteiorganisation und ihre Unterorganisationen, die Finanzierung und Programmatik, die Wahlkampfführung in der Aufstiegsphase, die politischen Führungsgruppen, Mitglieder und Wähler der NSDAP. Darüber hinaus werden ausgewählte Kontroversen über die NSDAP und den Nationalsozialismus behandelt.  

Struktur und Entwicklung der westeuropäischen Parteiensysteme

In den vergangenen beiden Jahrzehnten haben zahlreiche Sozialwissenschaftler behauptet, dass sich die westeuropäischen Parteiensysteme seit den 1970er Jahren in einem grundlegenden Wandel befinden. Das Seminar arbeitet die konzeptionellen Grundlagen einer systematischen Parteiensystemanalyse auf (Dimensionen von Parteiensystemen, Sartoris Typologie der Parteiensysteme etc.), zeichnet die Entwicklung der westeuropäischen Parteiensysteme nach, rekonstruiert zentrale Theorien über den Wandel der Parteiensysteme und diskutiert einige der wichtigsten empirischen Analysen über die Herausbildung, die Stabilität und den Wandel der Parteiensysteme sowie den Niedergang der Volksparteien und den Aufstieg rechtspopulistischer und grün-alternativer Parteien in Westeuropa.           

Politischer Extremismus in der Bundesrepublik Deutschland

Das Seminar vermittelt unter Berücksichtigung neuerer Fragestellungen, Forschungsmethoden und -ergebnissen den Stand der Politischen Extremismusforschung in der Bundesrepublik Deutschland. Das Seminar ist in drei Teile untergliedert. Im ersten Teil werden verschiedene Extremismusbegriffe expliziert und kritisch beleuchtet. Ferner werden die unterschiedlichen Arten des Politischen Extremismus (Rechts- und Linksextremismus, religiöser Extremismus, Terrorismus etc.) und ihre diversen erklärungsrelevanten Aspekte unterschieden. Vor diesem Hintergrund werden im zweiten Teil ausgewählte Aspekte der wichtigsten Formen des Politischen Extremismus in der Bundesrepublik beschrieben. Im dritten Teil werden wir einige häufig anzutreffende Erklärungen für die zuvor beschriebenen Aspekte des Politischen Extremismus kritisch diskutieren.

Politikberatung

Das Seminar thematisiert Theorie und Praxis der Politikberatung in der Bundesrepublik Deutschland. Es fragt nach den Beratungsinstitutionen (Beiräte, Enquetekommissionen, Think Tanks, Consulting-Firmen etc), den Adressaten (Verwaltung, Ministerien, Parteien etc.) Zielen, Methoden und Instrumenten sowie den Anwendungsfeldern, Leistungen und Grenzen der Politikberatung in der Bundesrepublik. Ferner thematisiert das Seminar die Entwicklung professioneller Konzepte, die in der Praxis der modernen Politikberatung besonders gefragt sind. Am Beispiel einer konkreten Problemstellung werden wir den Regelkreis der Kommunikation erarbeiten und zehn zentrale Denkschritte eines systematischen Konzeptionierens durchlaufen.                                                           

Aufstieg und Niedergang der SPD

 

Studien zur politischen Kultur der Bundesrepublik

Die politische Kulturforschung zählt zu den zentralen Forschungsgebieten der Politikwissenschaft. Seit den Pionierarbeiten von Gabriel Almond thematisiert sie das Verhältnis der Bürgerinnen und Bürger zur Politik, zur eigenen Rolle im System sowie zum politischen System und seinen Teilkomponenten. Dabei geht die politische Kulturforschung davon aus, dass die politischen Orientierungen die politischen Prozesse eines Landes maßgeblich prägen. Das Seminar ist als Lektürekurs angelegt. Es thematisiert ausgewählte, methodisch unterschiedlich angelegte empirische Studien zu zentralen Aspekten der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland. Die von allen Seminarteilnehmern zu lesenden Studien werden im Plenum sowohl unter inhaltlichen als auch unter methodologischen und methodischen Gesichtspunkten analysiert und kritisch diskutiert.

 

 

 

 

 

 

 

                                                         

 

 

 
 

Über diese Website

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